Noch zu Lebzeiten des Vaters erfuhren die Brüder von einem Anschlag, der sich in ihrer Nachbarschaft anbahnte. Jiřík von Entenšlank, Rentschreiber auf Křivoklát, und Jetřich Valečský auf Hřebečníky boten 1555 Jiřík Plocar und Jakub Pokner aus Kožlany fünfzehn Schock Groschen dafür, dass sie ihren Blutsfreund Kilián ermordeten. Die Brüder Týřovský erfuhren von der Abrede und luden beide Herren wegen der vereinbarten fünfzehn Schock vor Gericht.
Jindřich starb 1556 und hinterließ vier Söhne – Jan, Albrecht, Jobst und Jiřík. Kaum war der Vater tot, ergriff Václav Mašťovský Besitz vom Gut Týřov, auf den Lorenz Šlik 1537 sein Recht auf die Auslösung übertragen hatte. Die Brüder widersetzten sich, da Mašťovský das Auslösegeld nicht aufbringen konnte. Erst 1558, nach Mašťovskýs Tod, gab das Gericht den Brüdern Týřovský recht, und König Ferdinand stellte ihnen einen Majestätsbrief aus, dass Týřov samt Zubehör zu ihren Lebzeiten von niemandem ausgelöst werden dürfe. Er behielt sich dabei alle Jagden auf Hoch- und Schwarzwild vor. Das Verzeichnis der königlichen Pfandschaften von 1590 datiert den Majestätsbrief auf den Montag nach Sankt Martin, also den 14. November 1558, und fasst ihn mit den Worten „Gebrüdern Teyrzowsken Ablösung des Schlosses Teyrzow auf vier Leibe“ zusammen – Týřov durfte nicht ausgelöst werden, solange einer der vier Brüder lebte.
Wegen Uneinigkeit teilten sich die Brüder noch im Jahr 1558. Albrecht nahm Týřov und Kožlany, Jan Broumy, Hudlice und Kouřimec, Jiřík Hřebečníky und Chmelištná und Jobst Skryje, Tytry, zwei Ansässige in Kožlany und den Teich oberhalb des Städtchens. Als Albrecht 1571 starb, fielen Kožlany an Jobst.
Die Brüder wechselten sich auch im Amt des Kreishauptmanns ab: Nach dem erhaltenen Verzeichnis war 1566 Albrecht „na Týřově“ (auf Týřov) Hauptmann des Rakonitzer Kreises, 1568 Jobst „na Týřově“ und 1570 Jiří „na Hřebečníkách“ (auf Hřebečníky). Jan nahm 1566 persönlich am Feldzug Maximilians II. gegen die Türken nach Ungarn teil und erhielt am 7. Oktober 1566 im Feldlager einen Geleitbrief, um mit Erlaubnis des Kaisers nach Hause aufbrechen zu können. Jiřík wurde 1571 für den Herrenstand des Rakonitzer Kreises in die Kommission gewählt, die mit den Kreishauptleuten alle Ansässigen für die Steuer verzeichnen sollte. Jobst kaufte am 7. November 1572 von Eva Vršová von Lažany für 270 Schock böhmische Groschen das Haus Voříškovský am Altstädter Ring in Prag; nach seinem Tod verkaufte es sein Neffe Jan 1575 für 300 Schock an Vilém Sviták von Landštejn.
Jobst setzte gleich darauf seinen Untertanen Jiřík Zubr, genannt Trygl, ab und befahl ihm, aus Kožlany fortzuziehen; den Hof besetzte er mit einem anderen Wirt. Zubr gehorchte dem Befehl nicht und beschwerte sich über Týřovský bei der königlichen Kammer. Diese forderte die Bürgermeister von Rakovník, Jesenice und Kralovice auf, sein Anwesen gemeinsam zu schätzen, doch Jobst war mit der Schätzung nicht zufrieden und schickte seine Beamten und Heger, um Jiřík mit Gewalt auszutreiben. In einer blutigen Schlägerei wurde Zubr gefangen genommen, in den Kerker geworfen und nach Rakovník gebracht.
Zikmund Winter, der den Streit aus dem Rakovníker Archiv bearbeitete, schildert seinen Anfang anders. Die Schlägerei Zubrs mit den herrschaftlichen Beamten fand ihm zufolge in der Woche nach Sankt Bartholomäus 1570 statt, und ihre Ursache war eine Schuld: Jobst habe Zubr „pro nějaký dluh týral až k zoufalstvu a utiskoval velmi“ (wegen irgendeiner Schuld bis zur Verzweiflung gequält und sehr bedrängt), und als der Untertan ihn bitten kam, ihm die Schuld „zlehčil“ (zu erleichtern), ließ er ihm ausrichten, er werde ihn in den Rakovníker Kerker schicken oder „že mu dá na krk okovali těžký obojek železný, aby s ním chodil a robotil“ (ihm einen schweren eisernen Halsring um den Hals schmieden lassen, damit er damit herumgehe und robote). Aus dem Schuppen des Kožlaner Richters, in den er gesperrt worden war, entkam Zubr, als ihm sein rothaariger Sohn Jiříček ein Messer und eine Hacke brachte, und im März 1571 hielt er sich bereits in den Křivokláter Wäldern versteckt.
Aus dem Gefängnis brach er bald aus, trieb sich in den Wäldern umher, kam nach Kožlany, bestahl und erschlug seinen Nachfolger Kryštof Halík und sagte dem Städtchen wie auch Herrn Jobst Plünderung und Schaden an. Er wurde deshalb für einen gefährlichen Absager erklärt, und die Rakovníker setzten fünfzehn Schock auf seine Ergreifung aus. Zubr verbündete sich mit einigen Räubern; sie fingen acht Katzen, banden jeder Schwefel und Pulver auf den Rücken, brachten sie in einem Sack nach Kožlany, zündeten sie an und ließen sie durch das Städtchen laufen – die Bürger hielten jedoch Wache und schlugen die Katzen teils tot, teils fingen sie sie ein. Die Räuber steckten dann Týřovský das Dorf Broumy in Brand, Kryštof von Kolovrat die Schäferei in Všesulov, plünderten die Kirchen der Umgebung und überfielen die Leute auf den Straßen. Zwei von Zubrs Gefährten wurden gefasst und 1573 in Rakovník hingerichtet; Zubr selbst wurde erst in Leipzig ergriffen, der sächsische Kurfürst ließ ihn nach Ústí bringen, und im August 1574 wurde er auf dem Pohořelec enthauptet. Winter schließt die ganze Geschichte mit scharfen Worten: „Nejčistěji ze všeho vyvázl pan Jošt Tejřovský, jenž všeho odpovídání Tryglova hlavní původ byl; jeho měšec neutrpěl nijakého ourazu. On nepodepsal nic, neplatil nic a zbrojné lidi musili poddaní jeho Kozlanští na svůj groš vypraviti sami. Moudrý pán!“ (Am saubersten von allen kam Herr Jobst Týřovský davon, der doch der Hauptanlass aller Fehde Trygls gewesen war; sein Beutel erlitt keinerlei Schaden. Er unterschrieb nichts, zahlte nichts, und die bewaffneten Leute mussten seine Kožlaner Untertanen auf eigene Kosten selbst stellen. Ein kluger Herr!)
Die Kirche in Kožlany brannte im August 1430 nieder, als die Taboriten Libštejn belagerten und das Städtchen zur Hälfte in Flammen aufging. Danach lag sie etwa hundertvierzig Jahre wüst – erst um 1571 ließ Jobst sie instand setzen, wobei von dem gotischen Bau nur das Presbyterium und die Mauern in den Fundamenten erhalten blieben. Zu seinen Lebzeiten wurde der Bau nicht vollendet, im Schlussstein über dem Altar blieb ein Wappenschild ohne das Wappen des Patrons, und 1574 wurde er in der Kirche bestattet, die damit zur Grablege des Geschlechts wurde.
Jan und Jobst starben 1574. Am Leben blieben nur der vierte Bruder Jiřík auf Hřebečníky und dessen Neffe Jan, der Sohn Jobsts, der auf Skryje saß. Jan lud seinen Oheim vor Gericht, damit dieser ihm den Anteil nach den verstorbenen Oheimen überschreibe, und Jiřík trat ihm Hudlice, Broumy, Chmelištná, zwei Erbleute in Kožlany und einen Häusler ab. Den Teich oberhalb des Städtchens sollten sie gemeinsam besetzen, und beim Verkauf der Fische sollte Jan drei Teile des Geldes nehmen und Jiřík einen Teil; käme die Herrschaft Týřov zur Auslösung, sollten sie das Geld untereinander teilen. Jan war nicht zufrieden, und so wurde der Vertrag 1578 berichtigt: Jiřík überschrieb ihm noch drei Untertanen in Tytry und eine halbe Wiese unter der Čertova skála, und aus der Auslösung der Herrschaft wurden ihm 1250 Schock zugewiesen.
Kožlany blieb auch nach der Teilung in den Händen des Geschlechts: Jiřík hielt das Städtchen zu Hřebečníky. Er starb irgendwann zwischen 1578 und 1583, denn 1583 tritt in Kožlany bereits sein Neffe Jan als Kollator der Kirche auf, auf den Hřebečníky und Kožlany übergegangen waren. Das Städtchen verlor das Geschlecht erst 1588, als es König Rudolf Jan dem Älteren von Lobkowitz im Tausch gegen die wüste Burg Týřov erblich überließ.
Diese Auslösung erlebte das Geschlecht jedoch nicht mehr. Der Landtag erteilte schon am 27. September 1575 die Zustimmung, dass der Kaiser Jan dem Älteren von Lobkowitz „panství Tajřovské s jeho příslušenstvím … k dědictví prodati ráčil“ (die Herrschaft Týřov mit ihrem Zubehör … erblich verkaufen möge), und König Maximilian verschrieb im selben Jahr die Herrschaft Týřov Lobkowitz auf Točník für achttausend Taler unter der Bedingung, dass er sich mit Týřovský vergleiche und dass die böhmischen Stände der Verpfändung zustimmten. Jiřík war noch im Januar 1577 unter den Herren des Rakonitzer Kreises, die zum feierlichen Ausritt dem Leichnam des verstorbenen Kaisers entgegen geladen wurden, und schrieb sich weiterhin „na Tejřově“ (auf Týřov); im selben Jahr verkaufte er aber sein Recht auf Týřov für 1250 Schock an Lobkowitz und behielt sich nur das Dorf Újezdec erblich und Týřovičky auf Lebenszeit vor. Bei der Teilung mit dem Neffen Jan behielten die Brüder dabei die „hory rtuťové a cinobrové“ (Quecksilber- und Zinnobergruben) in gemeinsamem Besitz. Lobkowitz zahlte Jiřík das Geld 1577 aus, und die Stände erteilten 1578 ihre Zustimmung. Nach hundert Jahren verlor das Geschlecht so die Burg, nach der es sich schrieb. Auf Týřov wohnte damals schon seit einigen Jahren niemand mehr, und so verfiel die Burg.
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