Kápě, kapicě, kapicze leitet sich, ebenso wie čepice (Kappe), vom mittellateinischen Wort capa, cappa ab. Sie wurde auch kukla oder kuklička genannt, was vom lateinischen cucalla stammt, und in schriftlichen Quellen wird sie ferner als capucium, chuchla, cucala, capye bezeichnet. Die Gugel konnte auf verschiedene Weisen getragen werden — normal auf den Schultern, wo sie durch einen Hut oder einen Helm ergänzt werden konnte, oder auf den Kopf gesetzt mit der Gesichtsöffnung nach oben aufgerollt, wie eine Kappe getragen. Für das nachhussitische Böhmen lassen sich drei Haupttypen von Gugeln unterscheiden: mit Zipfel, ohne Zipfel und eine Quastengugel, die auch im deutschen Sprachraum beliebt war.
Diese Gugeln waren besonders vor den Hussitenkriegen beliebt, wie im Gelnhausener Kodex (1400-1408) oder der Olmützer Bibel (1417) zu sehen ist. Da ein längerer Zipfel vor allem bei luxuriös gekleideten Personen zu sehen ist, könnte er den guten Stand seines Besitzers repräsentiert haben. Dies würde auch mit dem Ereignis übereinstimmen, das in der Chronik des Vavřinec von Březová aufgezeichnet ist, als die Taboriten die langen Zipfel der Gugeln der Prager Handwerker und Bürger abschnitten, die damit die von ihnen verurteilte Unmäßigkeit und den Luxus symbolisierten. Ebenso ist im Jenaer Kodex (1490-1510) ein Priester in einem prächtigen Pelzmantel dargestellt, mit vielen Ringen und Schuhen mit langen spitzen Zehen, der eine Gugel mit einem langen, massiven Zipfel trägt.
Die einfache Gugel ohne Zipfel war der am weitesten verbreitete Gugeltyp im nachhussitischen Böhmen. Sie konnte unter einem Helm oder zusammen mit einem Hut getragen werden. Eine solche „kuklu modrou, kterou míval do vojny“ (blaue Gugel, die er in den Krieg mitzunehmen pflegte) hinterließ Zikmund Jirconis von Poříč im Jahr 1455. Es gibt sehr viele Darstellungen dieser Gugeln aus sowohl böhmischen als auch deutschen Quellen.


Dieser Typ war im deutschen Sprachraum beliebt, einschließlich des damaligen Böhmen. Sie konnte auch unter einem Helm getragen werden, wie in Zeichnungen und Gemälden des berühmten Malers Albrecht Dürer (1471-1528) zu sehen ist. Am Hals konnte sie mit Knöpfen verschlossen werden, um eine anatomischere Form zu erzielen. Ihre Quasten konnten auch dekorativ geschnitten werden, wie beispielsweise im Porträt des Kuttenberger Münzmeisters Hans Harsdorfer von 1484 zu sehen ist. Es ist bemerkenswert, dass Albrecht Dürer und Hans Harsdorfer befreundet waren.


Klobúk, klouček, koblúček, kobek, kobek, klouček, koláče. Neben der Bezeichnung für Kopfbedeckungen bezeichnete der Begriff auch einen Helm. Die häufigste Form war eine, bei der die Krone natürlich dem Kopf folgte und die Krempe nach oben gebogen oder gerollt war. Darstellungen eines solchen Hutes finden sich beispielsweise in der Krumauer Anthologie (1420) ebenso wie 70 Jahre später im Jenaer Kodex (1490-1510), und er ist archäologisch durch einen Fund aus Irland bestätigt. Die Krone konnte auch abgeflacht, kegelförmig oder spitz sein. Ebenso konnte die Krempe verschiedentlich geformt sein: flach und rund wie bei zeitgenössischen Hüten, nach oben gerollt wie oben erwähnt, mit einem oder mehreren Schlitzen nach oben gebogen, oder gänzlich fehlend. Im Gegensatz zu Gugeln scheint es, dass Hüte häufig mit anderem Stoff oder Pelz gefüttert waren.
Eine eigenständige Hutmacherzunft wurde in der Prager Neustadt am 2. April 1446 gegründet. Aus ihren Statuten kann man entnehmen, dass sie Hüte aus Biberpelz und Filz herstellten. Aus der Bestätigung der Hutmacherzunft-Artikel in der Altstadt am 11. August 1489 kann man erfahren, dass ein Meister neben Biberhüten auch einen Hasenfellhut „obú stranú vlasitý“ (beidseitig haarig), einen Kraushut und neben Hüten auch Schuhmacherfilz und einen Stiefel herstellen können musste, vermutlich in der Art von Walenki gefilzt.

Die meisten dieser Hüte haben in der Ikonographie flache Kronen, obwohl Ausnahmen zu finden sind, wie jener im Jenaer Kodex, siehe Abbildung unten.


Es ist bemerkenswert, dass selbst wenn ein Hut nur einen Schlitz hat, dieser Schlitz niemals in der Mitte der Stirn liegt, sondern stets seitlich am Kopf.



Einer der häufigsten Typen von Kopfbedeckungen war das Barett, das etwa ein Viertel aller Kopfbedeckungen ausmachte und sich wahrscheinlich hinter dem zeitgenössischen Namen čepice (Kappe) verbirgt.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, erwägen Sie bitte eine kleine finanzielle Unterstützung. Das Schreiben von Artikeln ist sehr zeitaufwendig und wir tun es in unserer Freizeit.
IBAN: CZ46 2010 0000 0023 0211 1610
BIC/SWIFT: FIOBCZPPXXX